Hairpinlegs treffen Eichenholz

Mein weltbester Pizzabäcker kann nicht nur wunderbar mit Hefe umgehen, sondern auch mit Holz. Bevorzugt Eiche.


Nach langer erfolgloser Esstischsuche hatten wir die Nase voll und schauten wie wir einen Tisch selbst bauen können. Pinterest hält dafür die besten Inspirationen bereit. Und so folgte unserem ersten Holzprojekt (Schallplattenleiste) der Bau des Tisches.

Den Esstisch hat J. im Grunde allein gemacht. Ich war lediglich die Umdrehhilfe. Er sägte, schleifte, fräste, schleifte weiter und ölte. Insgesamt hat er drei Schleifgänge mit einem Schwingschleifer und jeweils 120er, 180er, 240er Schleifpapier und als Abschluss per Hand mit 320er Schleifpapier gemacht. Die Kanten wurden nach dem ersten Schleifgang im 45° Winkel gefräst, damit die Platte weniger scharfkantig und haltbarer ist. Es ist wichtig das Holz von allen Seiten gleich zu bearbeiten um eine einheitliche Oberfläche zu erreichen.
Nach dem Ölen wurden vier auf Gärung gesägte Holzleisten mit der Tischplatte verschraubt (Löcher unbedingt vorbohren) und ergeben so den Rahmen.


Auf eine Zarge haben wir verzichtet, da -laut Holzhandel- eine 40mm dicke Platte sich nur geringfügig durchbiegen sollte. Ob das stimmt, werden wir erst mit der Zeit sagen können. Bisher sind es ca. 4mm und das ist in der Benutzung nicht merkbar.
Abschließend wurden die Tischbeine in die Ecken des Rahmens gesetzt. Der Rahmen dient also nur zur Zierde und zum Verdecken der Fußverschraubungen.



Die Holzplatte haben wir von einem lokalen Holzhandel bezogen. Zum Ölen haben wir Natural Möbel-Hartöl verwendet, welches lösemittelfrei und ohne Zusatzstoffe ist. Später fanden wir heraus, dass unser Schreiner dasselbe auch benutzt. Gute Wahl!
Ein paar Tipps zum Ölen: zweimal großzügig mit einem Schwamm auftragen, 30 Minuten einziehen lassen und beim dritten Mal Ölen etwas weniger verwenden um eine vollständige Sättigung des Holzes zu erreichen. Am Ende wird mit einer Küchenrolle das überschüssige Öl abgenommen und schlussendlich mit einem Baumwolltuch (altes T-Shirt zum Beispiel) alle Ölreste entfernt bis das Holz matt glänzt. Im Idealfall lässt man das Öl mindestens eine Woche vor Beanspruchung aushärten.





 Die Hairpinlegs kommen aus den Niederlanden und sind gut verarbeitet.



Nachdem alles schön glatt geschliffen, geölt und verschraubt war, wurde von mir gebauchpinselt und nun haben wir ein richtiges Schmuckstück im Wohnzimmer mit viel Platz für große Kaffeerunden oder ausgiebige Spielabende. Die eifrige Arbeit hat sich gelohnt!



Der Beitrag wandert zum Creadienstag. Und da schaue ich mich nach diesem langen Beitrag jetzt auch erstmal um.

Gute Nacht,
eure Luisa


Kommentare:

  1. Toller Tisch! So einen würde ich auch nehmen!
    LG Ute

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  2. Der Tisch ist echt super geworden...
    Wir hatten auch lange das Problem, dass uns kein Tisch gefallen hat! Wir haben dann aber doch noch unser Traumstück gefunden.
    Sonst hätte ich spätesten nach deinem Post gesagt, lass und den einfach auch selber machen...
    Sieht klasse aus!
    Liebe Grüße, Lena

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  3. Woher genau sind denn die Tischbeine? :-)

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    1. Hallo, schreib mir doch eine E-Mail an Luisen.Blog@gmx.de und ich sende dir den Link des Shops zu :-)

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  4. Wow!! Der Tisch ist wunderschön. Das hat J. richtig gut gemacht. Und ich glaub, ich will jetzt auch so einen!!

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    1. Lieben Dank Christina! Nur zu - es ist jeden Tag eine Freude wenn man so ein Schmuckstück hat.

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  5. Wunderschöner Tisch!! Will mir auch gerade einen bauen, hast du 10 oder 12 mm hairpinlegs verwendet? LG

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  6. Sehr gemütlicher und inspirierender Mix aus Alt, Neu, DIY... Super!!! Danke, dass wir einen Einblick haben durften :)

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